INFOS

Liebe Tierfreunde,
wir freuen uns sehr, dass Sie sich für eines unsere Tiere interessieren. Bitte lesen Sie sich die nachfolgenden Worte sehr gründlich durch, damit Sie sich richtig auf die Ankunft vorbereiten können.
Bei weiteren Fragen steht Ihnen Animal Souls e.V. bzw der zuständige Tierschützer in Rumänien gerne zur Verfügung und beantwortet Ihnen jede Frage gerne.

 

 

Die Entscheidung
Sicherlich ist es ein sehr schöner Gedanke einem Hund aus dem Ausland, der noch nie Liebe erfahren durfte, ein liebevolles Zuhause zu geben. Dies sollte und muss aber immer mit der Familie besprochen werden und alle Beteiligten müssen einverstanden sein. Die Adoption eines Hundes bedeutet nicht immer nur Freude, sondern auch Arbeit, evtl. Hundeschule, Spaziergänge bei jedem Wetter, schmutzige Kleidung, Hundehaare und evtl. auch angeknabberte Möbel und kaputte Schuhe. Es muss abgeklärt werden was mit dem Hund im Urlaub passiert. Kann er mitfahren oder wer kümmert sich? Wo kann er evtl. im Notfall bleiben?
Ebenso muss jedem bewusst sein, ein Hund kostet Geld! Versicherung, Leine, Geschirre, Hundebettchen, Hundesteuer, Futter, Arztbesuche, regelmäßige Impfungen, eventuell Medikamente, vielleicht muss der Hund auch mal operiert werden.
Ein Hund kann über 15 Jahre alt werden kann, und dass das Tier während der letzten Lebensjahre ganz besonders viel Zuneigung und unter Umständen auch teure Tierarztbesuche benötigt. Wenn Sie nicht bereit sind, ein Tier mit allen Konsequenzen bis zur letzten Minute seines Lebens zu begleiten, dann bitte seien Sie so fair und verzichten Sie darauf, zum Lebensmittelpunkt eines hilflosen Tiers zu werden.
All diese Punkte muss man sich gut überlegen, denn die Adoption oder Aufnahme eines neuen Familienmitgliedes ist eine Entscheidung für mehrere Jahre und muss mit großer Verantwortung getragen werden.

 

Für welche Hunde suchen wir ein Zuhause?
Unsere Hunde kommen aus Rumänien. Sie kommen aus unterschiedlichen Lebensbereichen. Überwiegend Hunde von der Straße, aber auch Hunde, die ein Zuhause hatten und warum auch immer ausgesetzt wurden, misshandelte Hunde, angefahrene Hunde, Hunde aus den Tötungsstationen, aus schlechter Haltung, Hunde die Jahre an der Kette gelebt haben, bis hin zur sexuellen Misshandlung, aber auch Welpen. Diese Seelchen haben das Vertrauen zu den Menschen nicht verloren und sie wünschen sich nichts mehr als ein liebevolles Zuhause bei IHRER Familie.

 

Was wissen wir über die Hunde?
Leider wissen unsere Tierschützer in Rumänien oft sehr wenig über das „alte Leben“ der Hunde. Manchmal leben die Hunde aber auch längere Zeit bei den Tierschützern, der Familie oder Helfern die sie unterstützen, dann kann man oft ein wenig mehr über den Charakter der Hunde erzählen. Die Tierschützer vor Ort versuchen die Hunde so gut es geht zu beschreiben. Wenn Ihnen gewisse Sachen wichtig sind, dann scheuen Sie sich bitte nicht zu fragen. Manche Sachen kann man testen, dann machen wir das natürlich sehr gerne.
Natürlich muss man auch bedenken, die Hunde leben in Rumänien in Rudeln (bei den Tierschützern oder in Zwingern…..) und haben ihr Verhalten dem Rudel angepasst. Wenn sie aber ausgereist sind, kommen sie bei Euch in ein neues Rudel und ihr Verhalten kann sich dementsprechend ändern, nicht zuletzt durch den Gemütszustand des „menschlichen“ Rudels in dem der Hund dann lebt. So können die Charaktere sich dann auch verändern.
Manches kann man gerne testen, aber ob sich der Hund dann auch so im neuen Zuhause verhält…. das ist schwer zu sagen. Kinderlieb….. Katzenverträglichkeit….,Verhalten in Stresssituationen ……schnelles Lernen vom Alleine bleiben….. Anknabbern von Möbeln …… Die ersten beiden Faktoren können meistens getestet werden, bei allem anderen wird es eher schwer. Aber bitte sprechen Sie uns gerne an.
Es wird aber nie eine Garantie geben, wie sich die Situation nach dem Einzug ergeben wird.

 

Was erwartet Sie?
Die meisten Hunde, die wir vermitteln, kennen ein Leben in einer Wohnung oder einem Haus nicht. Sie lebten ihr ganzes Leben auf der Straße, Tierheimen oder in Zwingern. Sie kennen es nicht regelmäßig gutes Futter zu bekommen und es gibt dann auch unter Umständen Futterneid. Bitte denken Sie auch daran das die Hunde nicht stubenrein sind… egal ob junge Hunde oder alte Hunde…. Sie müssen das lernen wie Welpen. Die Hunde können am Anfang sehr vorsichtig und scheu sein. Manche Hunde kommen schnell an, andere brauchen ein wenig länger. Welpen haben meist noch nichts schlechtes erlebt und es ist einfacher. Auch kennen die Hunde keine Halsbänder, Geschirre und Leine. Das braucht Zeit und Geduld. Treppen kennen die meisten auch nicht, ebenso wie evtl. Fliesenböden oder glatte Holzböden.

 

Ihre Aufgabe
Geduld heißt das Zauberwort. Bitte nehmen Sie ihren neuen Freund und Familienmitglied vorsichtig „an die Pfote“ und zeigen Sie ihm die Welt. Geben Sie ihrem Hund das Gefühl von Sicherheit, Geborgenheit und Liebe, die schlechte Zeit ist vorbei. Streicheleinheiten, ein gefüllter
Napf und ein Hundebettchen werden jetzt sein Leben begleiten. Lassen Sie ihm Zeit, und Sie werden sehen wie er schnell zu Hause ankommen wird. Aber bitte…. Ein Schritt nach dem anderen und nicht von jetzt auf gleich. Bitte geben Sie nicht sofort auf wenn es nicht so läuft wie es sie sich wünschen.
Aber vergessen Sie bitte nicht, die Erziehung des Hundes beginnt dennoch sofort. Zeigen Sie dem Hund was Sie nicht mögen, liebevoll aber dennoch konsequent. Werden Unarten erst Wochen oder Monate akzeptiert, kann man diese nur schwer wieder korrigieren. Eine gute Erziehung ist wichtig für ein gutes und entspanntes Zusammenleben. Melden Sie sich auch bitte bei Problemen oder Unsicherheiten in einer Hundeschule / Hundetrainer an. Es gibt viele Hundeschulen mit unterschiedlichen Methoden. Alte oder gewaltsame Erziehungsformen lehnen wir nicht nur ab, sie verbieten sich bei solchen Hunden ganz besonders! Es gibt viele neuere und sanfte Methoden der Hundeerziehung.

 

Wie sehen unsere Anforderungen aus?
Wir erwarten natürlich von Ihnen, dass Sie sich auch mit dem Thema „Hund“ beschäftigt haben und den Hund nicht nur adoptieren wollen weil er „so süß“ ist. Wir beraten Sie gerne, welcher Hund zu Ihnen passt. Nur weil der Hund süß ist oder weil man einen retten möchte, heißt es nicht, dass er gut zu Ihnen passt. Aktive, scheue, ruhige, junge oder auch ältere Hunde müssen zu einem passen…. Ansonsten wird keiner glücklich.
Falls Sie zur Miete wohnen und einen Hund von uns adoptieren wollen, dann erwarten wir eine Erlaubnis zur Haltung eines Tieres von Ihrem Vermieter.
Zwinger- und Kettenhaltung lehnen wir strikt ab, ebenso die Vermittlung zu Zuchtzwecken.

 

Warum sind Vorkontrollen wichtig?
Wir möchten uns vorab ein Bild von Ihnen und Ihrer Familie machen und natürlich auch von den Lebensumständen. Einer unserer Helfer oder beauftragten Tierschützer wird sich mit Ihnen in Verbindung setzen und einen Termin zur Vorkontrolle vereinbaren. Mit der Vorkontrolle soll verhindert werden, das evtl. der falsche Hund bei Ihnen einzieht. Nach Rücksprache mit der Person die die Vorkontrolle durchgeführt hat, werden wir Sie umgehend kontaktieren und die weitere Vorgehensweise besprechen. Bitte beachten Sie, die Personen, die meistens die Kontrollen durchführen, sind neutral. Das heißt, dass sie den Vermittlungsablauf nicht kennen! Alle Fragen hierzu müssen bitte immer mit dem Verein besprochen werden.

 

 Warum muss man eine Aufwandsentschädigung (sogenannte Schutzgebühr) bezahlen?
„Was soll der Hund denn kosten?“ Diese Frage fällt ziemlich schnell wenn man sich für einen Hund entscheidet. Wir vermitteln alle Hunde gegen eine Auslagengebühr in Höhe von 350,00 Euro, unabhängig von Alter, Geschlecht, kastriert oder unkastriert. Diese ist vor der Ausreise des Hundes zu begleichen. Die Kontodaten des Vereins finden Sie auf der letzten Seite des Vertrages oder auch auf dieser Homepage.
Tierschutz kann leider nicht durch Hilfsbereitschaft, Menschlichkeit und Engagement leben, sondern ist auch mit hohen Kosten verbunden.
Mit der Vermittlungsgebühr wird verhindert, dass manche unverantwortliche Menschen die Tiere für wenig Geld kaufen und später einen Handel betreiben. Auch ist es ein Bestandteil in unserem Vertrag, dass der Vierbeiner nicht an andere Personen oder ins Tierheim gegeben werden darf. Er bleibt sein ganzes Leben in unserer (bzw des Tierschützers) Obhut und muss an uns zurückgegeben wenn es nicht passen sollte oder es muss eine gemeinsame Lösung gefunden werden.
Durch die Auflagengebühr können u.a. folgende Kosten bezahlt werden: Kosten für die Ausreise der Hunde (Impfungen, Entwurmungen, Chip, EU-Pass, Transport), Kastrationen, Aufwendungen für unsere deutschen Pflegestellen, Steuerauslagen, usw..
Ein Test auf Mittelmeerkrankheiten oder weitere Tests können gegen Kostenübernahme durch den Interessenten vorgenommen werden.
Animal Souls bekommt für seine Arbeit KEIN Geld, wir alle arbeiten ehrenamtlich.
Bitte haben Sie Verständnis, dass wir keine Ratenzahlungen anbieten können. Die Anschaffung eines neuen Familienmitgliedes sollte gut überlegt sein.

 

Warum ein „Schutzvertrag“?

Der Vertrag (zur Übernahme einer Halterschaft) regelt, wie alle Tierschutzverträge, die wesentlichen Punkte zur artgerechten Tierhaltung. Beachten Sie bitte, dass es sich hierbei NICHT um einen Kaufvertrag handelt und der Verein Animal Souls e.V. Eigentümer des Hundes bleibt.
Sie sollten dennoch keine Angst davor haben, dass wir Ihnen den Hund einfach wieder wegnehmen wollen. Wenn es keinen Anlass hierfür gibt, besteht für uns kein Grund, einen Hund aus einem liebevollen und schönen Zuhause heraus zu reisen. Leider gibt es aber immer wieder Situationen, die die Rücknahme des Hundes erfordern, weshalb wir uns durch den Eigentumsvorbehalt auch rechtlich schützen wollen.

 

Der Übernahmevertrag wird Ihnen vor der Ausreise des Hundes zugestellt. Bitte schicken Sie diesen vollständig ausgefüllt und unterzeichnet an uns zurück.

 

Wie kommt der Hund zu mir?
Die Hunde, die über uns vermittelt werden, kommen über Archiebald Transporte nach Deutschland und Österreich. Wir teilen Ihnen rechtzeitig den Treffpunkt der Übergabe mit und halten Sie immer informiert bzgl. der Ankunft. Wir übergeben die Hunde NICHT auf Parkplätzen oder Autobahnen, sondern haben i.d.R. feste Meetingpoints, an denen uns eingezäuntes Gelände für die Übergabe der Hunde zur Verfügung steht. Alle Hunde im Transport sind über Traces (Info in engl.) angemeldet.
Bei der Übergabe des Tieres erhalten Sie die Internationalen EU-Reisepapiere mit den gültigen Impfungen und der Chipnummer Ihres Tieres ausgehändigt.

 

Thema GIARDIEN

Giardien sind mikroskopisch kleine Parasiten, die im Dünndarm von Säugetieren vorkommen. Giardien sind auch auf den Menschen übertragbar. Sehr viele Hunde, aber auch Menschen haben Giardien, ohne dass sie es wissen und ohne, dass sie sich krank oder matt fühlen. Neben den Spulwürmern zählen die Giardien zu den am häufigsten vorkommenden Parasiten bei Hunden und Katzen. Keineswegs sind Giardien aber typische „Rumänen – Krankheiten“, auch hier in Deutschland ist die Infektionsgefahr hoch. Vor allem sehr junge Hunde und Hunde mit einem angeschlagenen Immunsystem erkranken häufiger an Giardien. Ist der Hund gesund und
gut ernährt, wird er kaum Probleme mit diesen Parasiten haben, da seine Darmflora eine natürliche Abwehrbarriere darstellt. Giardien werden vor allem durch kontaminiertes Wasser übertragen oder werden mit der Nahrung aufgenommen.
Häufiger und immer wiederkehrender Durchfall, teilweise mit Blut versetzt, ist ein typisches Kennzeichen von einem Giardien Befall. Junge Hunde erbrechen teilweise sehr häufig und nehmen nur schwer an Gewicht zu. Teilweise haben sie ein stumpfes und glanzloses Fell. Der sichere Nachweis, dass der Hund an Giardien erkrankt ist, ist der positive Test nach Abgabe einer Kotprobe.
Giardien können mit speziellen Mitteln (Fenbendazol, Metronidazol) behandelt werden, die die Parasiten zuverlässig abtöten. Der Hund wird mehrere Tage mit dem Mittel behandelt, ggf. wird die Behandlung nach 2-3 Wochen wiederholt, um einen weiteren Zyklus der Giardien zu unterbinden.
Es empfiehlt sich, den Hund kohlenhydratarm und milchfrei zu ernähren, da dass die bevorzugte Nahrung der Giardien ist.
Kot immer entfernen und Liegeplätze sollten gründlich gereinigt werden und teilweise bietet es sich an, den Hund zu baden. Auch sollte der Hundehalter auf gründliche Hygiene achten und sich häufig die Hände waschen, um eine Infektion zu verhindern.
Giardien lassen sich sehr gut behandeln und wenn man auf die ausreichende Hygiene achtet, ist das Thema recht schnell abgeschlossen und der Hund ist den Parasit wieder los.

 

 Fragen, die Sie sich VOR einer Adoption stellen sollten…

  1. Habe ich jeden Tag ausreichend Zeit, um mich um einen Hund zu kümmern? Ein Hund sollte nicht länger als 4 Stunden am Tag alleine sein, 2 Stunden müssen Sie mindestens für die Versorgung (Füttern, Fellpflege, Spielen, Erziehung, Schmuseeinheiten und die Spaziergänge) einplanen.
  2. Kann ich die Kosten, die ein Hund verursacht, tragen? Neben der Vermittlungsgebühr und den Anschaffungskosten für Körbchen, Leine, Halsband, Spielzeug, Näpfe etc. entstehen regelmäßige Kosten für Futter, Tierarztversorgung (Impfen, Wurmkur, Flohschutz, Erkrankungen), Hundesteuer, Versicherung und ggf. für Ausbildung.
  3. Kann ich eine artgerechte Unterbringung bieten? Je nach Rasse und Größe des Hundes müssen ausreichend Platz in Wohnung und Garten zur Verfügung stehen.
  4. Bin ich sicher, dass in meinem Haus bzw. in meiner Wohnung die Hundehaltung erlaubt ist (falls Sie zur Miete wohnen)? Falls Sie Ihren Wohnraum gemietet haben, benötigen als Vermittlungsvoraussetzung eine Kopie des Mietvertrages oder eine Bescheinigung des Vermieters, aus der hervorgeht, dass er mit der Haltung eines Hundes einverstanden ist. Wir bitten Sie dafür um Verständnis. Wir bestehen darauf nicht, weil wir Sie kontrollieren möchten, sondern nur zum Schutz des Tieres. Der von Ihnen liebevoll aufgenommene Hund wird Sie schmerzlich vermissen, wenn er aufgrund des Einwandes Ihres Vermieters wieder weg muss!
  5. Gehe ich gerne spazieren – nicht nur bei schönem Wetter, sondern auch bei Regen, Nebel, Kälte, Schnee oder Sturm?
  6. Kann ich dem Hund eine artgerechte und vernünftige Erziehung vermitteln (spreche ich „hundisch“)?
  7. Beim Zusammenleben mit einem Hund können Probleme auftreten – habe ich genug Geduld, Zeit und Kraft, um mich darum zu kümmern? Hundeschule ?
  8. Habe ich in meinem Umfeld hundeliebe Menschen, die sich im krankheitsfall oder während meiner Urlaubsreisen auch über einen längeren Zeitraum um den Hund kümmern können?
  9. Kann ich die Verantwortung für einen Hund für ein ganzes Hundeleben (ggf. 12 – 20 Jahre) übernehmen?
  10. Sind alle Familienmitglieder mit dem Einzug des Hundes einverstanden?
  11. Ist irgendjemand in meiner Familie gegen Hunde- oder Tierhaare allergisch?
  12. Welcher Hund passt zu mir?
  13. Bin ich sehr besorgt, wenn es um die Sauberkeit meiner Böden, Teppiche, Wände und meines Autos geht?
  14. Habe ich die ggfls. für mein Bundesland erforderlichen Erlaubnisse bezüglich der Hundehaltung (z.B. Sachkunde, 20/40-Genehmigung)

Bei Fragen sprechen Sie uns gerne an !
Ihr Animal Souls e.V. – Team

 

PFLEGESTELLE WERDEN

Bei unserer Suche nach Pflegestellen, stellen sich für Interessierte natürlich immer diverse Fragen über den Ablauf und die Kosten. Deshalb möchten wir an dieser Stelle grob einen Überblick geben und auch darlegen welche Möglichkeiten es gibt, wenn Sie einen Hund aus unserer Vermittlung in Pflege nehmen möchten.

Diese Info soll sowohl offene Fragen beantworten als auch eine kleine Anleitung / Unterstützung dafür sein, dass unsere Pflegestellen nicht alleine gelassen werden. Wir stehen unseren Pflegestellen immer mit Rat und Tat zur Seite.

Auf der anderen Seite stehen bei uns die Tiere natürlich im Vordergrund! Ohne ein paar Auflagen geht es einfach nicht! Und auch diese sollen hier so ausführlich wie möglich beschrieben werden.
Frage: Welche Bedingungen muss ich als Pflegestelle erfüllen?

Antwort: Grundsätzlich sind die Bedingungen ähnlich wie bei einer Endstelle. Es sollte im Vorfeld immer geklärt werden, ob überhaupt Hunde gehalten werden dürfen und ob es ggfls. Probleme wegen der Hundehaltung geben könnte. Am besten füllen Sie dann unsere Selbstauskunft (zu finden auf unserer Homepage oder auf Anfrage) aus, damit wir schon einen Überblick über die Wohn- und Lebenssituation bekommen.
Auch wenn man „nur“ Pflegestelle sein möchte und der Hund also wieder ausziehen soll, sollte man sich dessen bewusst sein, dass eine Vermittlung auch länger dauern kann. Unter Umständen bleibt der Hund über mehrere Monate oder vielleicht sogar Jahre. Man sollte daher auch als Pflegestelle langfristig planen.

Von unseren Pflegestellen wünschen wir uns, dass sie den Hund gut auf das neue Leben vorbereiten. Viele Hunde sind zunächst ängstlich, kennen es nicht an der Leine zu gehen oder in einer Wohnung zu leben. Auch erwachsenen Hunden muss daher erst Stubenreinheit beigebracht werden. Es wäre daher hilfreich, wenn schon Hundeerfahrung vorliegt. Es sollte auf keinen Fall sein, dass eine Pflegestelle nach ein paar Problemen aufgibt und wir kurzfristig eine neue Pflegestelle suchen müssen. Eine Ausnahme wäre Unverträglichkeit mit bereits vorhandenen Hunden (oder Katzen) – wir sind uns bewusst, dass hier immer ein Risiko besteht, auch wenn der eigene Hund und auch der Pflegehund grundsätzlich verträglich sind. Wir bitten jedoch auch hier, den Tieren zuerst etwas Zeit zu geben, um anzukommen. Auch Tiere müssen sich erst aneinander gewöhnen.

Eine Pflegestelle sollte möglichst mobil sein, da die Hunde beim Transport auch von den Stopps abgeholt werden müssen.

 

Frage: Brauche ich irgendwelche Genehmigungen?

Antwort: Wenn Sie über ANIMAL SOULS e.V. als Pflegestelle tätig sein wollen, melden wir Sie bei unserer Veterinärbehörde offiziell als Pflegestelle an und geben auch Ihrem zuständigen Veterinäramt Bescheid.
Wir haben die hierfür erforderliche Erlaubnis nach §11 TierSchG.
Sie benötigen insofern nur solche Genehmigungen wie sie auch bei der üblichen Hundehaltung notwendig wären. In NRW ist beispielsweise ein Sachkundenachweis für die Haltung von großen Hunden nötig – sogenannte 20/40-Regelung.
Über solche Vorschriften sollten Sie sich im Vorfeld selbst informieren und entsprechend kümmern.

 

Frage: Welche Kosten kommen auf mich als Pflegestelle zu?

Antwort: Wir übernehmen vereinsseitig Versicherung und Steuer, sowie Tierarztkosten (immer in Absprache!) oder wenn nötig auch die Kosten für einen Trainer.
Die üblichen Unterhaltskosten bzw. Dinge des täglichen Gebrauchs wie Futter, Leine, Geschirr, Spielzeug, Hundebett etc. müssen von der Pflegestelle übernommen werden.
Die Zahlung einer Schutzgebühr fällt NICHT an.

 

Frage: Welcher Hund kommt zu mir?

Antwort: Die Entscheidung, welcher Hund auf welche Pflegestelle geht, treffen wir immer gemeinsam mit der Pflegestelle. Es ist sehr wichtig, dass auch die Pflegestelle mit der Wahl einverstanden ist und der Hund auch zur Pflegestelle passt.
Grundsätzlich möchten wir jedoch vor allem diejenigen Hunde zu Pflegestellen geben, die schon längere Zeit auf ein neues Zuhause warten, keine oder kaum Anfragen hatten oder auch für ängstliche Hunde, mit denen speziell gearbeitet werden müsste, damit sie überhaupt wieder vermittelbar werden (ängstliche, unsichere Hunde etc.). Letztere sollten nur an sehr erfahrene Pflegestellen gehen.

 

Frage: Ich möchte eigentlich einen bestimmten Hund adoptieren, aber bin mir nicht sicher ob es klappt. Kann ich den Hund erst einmal zur Pflege haben?

Antwort: Wir arbeiten generell mit festen und auf Dauer angelegten Pflegestellen, da wir diese auch beim Veterinäramt anmelden müssen.
Pflegestelle mit Option als Endstelle ist dennoch möglich. Wir verstehen dies jedoch eher als Endstelle auf Probe und können daher nur einen Endstellen-Vertrag abschließen. Zusatzvereinbarung hinsichtlich Schutzgebühr und ggfls. Übernahme von Tierarztkosten müssten in einem gemeinsamen Gespräch geklärt werden.

 

Frage: Ich würde gerne einem bestimmten Hund helfen, kann jedoch keinen weiteren eigenen Hund haben. Ich würde gerne nur einmalig Pflegestelle für diesen Hund sein. Geht das?

Antwort: Hier verhält es sich ähnlich wie bei der Pflegestelle mit Option auf eine Endstelle. Eine einmalige Pflegschaft verstehen wir nicht als Pflegestelle im herkömmlichen Sinn.
Trotzdem möchten wir diesem einen Hund keine Chance verwehren.
Auch dies ist jedoch nur mit einem Übergabevertrag als Endstelle möglich. Zusatzvereinbarung hinsichtlich Schutzgebühr und ggfls. Übernahme von Tierarztkosten müssten in einem gemeinsamen Gespräch geklärt werden.

 

Frage: Welche Auflagen muss ich als Pflegestelle akzeptieren?

Antwort: Für uns ist es wichtig, dass der Hund sich in seiner Pflegestelle wohlfühlt. Allerdings ist die Sicherheit des Hundes genauso wichtig. Wir erwarten von unseren Pflegestellen, dass die Hunde am Transporter mit ausbruchsicherem Geschirr (im optimalsten Fall mit Sicherheitsgeschirr) und Leine (KEINE Flexileinen) abgeholt werden. Sollte eine Transportbox zur Abholung notwendig sein, geben wir frühzeitig Bescheid. Die Sicherung der Hunde, die eine lange Reise hinter sich haben und gestresst hier ankommen, sollte im Vordergrund stehen!

Nachdem der Zögling dann körperlich zuhause angekommen ist, sollte es selbstverständlich sein, dass dieser die ersten Wochen draußen NICHT von der Leine genommen wird. Gesicherter Auslauf bildet hier natürlich eine Ausnahme (großer ausbruchsicherer Garten, Hundeübungsplätze).Wir wissen nicht immer genau, was die Hunde erlebt haben. Sie können sich vor allem und jedem erschrecken und würden dann nur noch die Flucht ergreifen, weil sie es nicht anders kennen.

Es kann eine lange Zeit dauern, bis die Hunde auch mental zuhause ankommen. Geduld ist hier das Allerwichtigste. Die Pflegestelle sollte dem Hund alle Zeit der Welt lassen, aufzutauen und von selbst auf einen zuzukommen. Zwangsweise „Liebkosungen“, Erziehungsmaßnahmen, Körperpflege oder ähnliches sind hier eher kontraproduktiv.

Des Weiteren verpflichte ich mich als Pflegestelle, sofort um Hilfe zu bitten, wenn ich mich überfordert fühle! Wir wollen sofort ein bestehendes Problem angehen, bevor es sich vertieft bzw. die Pflegestelle aus Verzweiflung den Hund wieder abgeben möchte. Wir wollen, dass Sie sich als Pflegestelle wohl fühlen, sich über jeden Hund freuen, der durch Ihre Hilfe vermittelt werden kann und immer wieder gerne bereit sind, einem weiteren Wesen dazu zu verhelfen, sein eigenes endgültiges Zuhause zu finden!

 

Frage: Ich habe ein Problem mit dem Hund (gesundheitlich, erziehungstechnisches, Ernährungsfragen oder Sonstiges), welches ich alleine nicht in den Griff bekomme bzw. gerne mit einem kompetenten Ansprechpartner besprechen möchte. Was kann ich in dem Fall tun?

Antwort: Für den allgemeinen Austausch laden wir alle Pflegestellen zu unserem gemeinsamen Chat ein. Hier können Ideen ausgetauscht werden und gerne auch Probleme angesprochen werden.
Sollte es im Einzelfall zu einem Problem kommen, das nur unter 4 Augen besprochen werden sollte, kontaktieren Sie bitte sofort Ihren Ansprechpartner bei uns. Dieser wird sich umgehend darum kümmern, dass Ihnen geholfen wird. Ihre Kontaktdaten werden dann an die entsprechende Stelle weitergegeben und Sie müssen nichts weiter tun als auf eine Rückmeldung zu warten.

Wir arbeiten mit verschiedensten Stellen zusammen, die auch bereit sind, allgemeine und grundsätzliche Fragen per Telefon zu klären, was grundsätzlich häufig nicht gemacht wird. Allerdings zum Wohl der Tierschutztiere haben wir Personen gefunden, die uns auch in den Fällen zur Seite stehen, wenn die Pflegestelle zu weit weg wohnt. Gegen kleines Entgelt wird hier Hilfe angeboten. Die Kosten hierfür tragen wir (allerdings auch nur in Absprache!).

Sollte es sich um ein Problem handeln, welches nur an Ort und Stelle und persönlich geklärt werden kann, kümmern wir uns darum, für Sie einen geeigneten Ansprechpartner vor Ort zu finden.

 

Frage: Ich habe einen Pflegehund und möchte mit diesem gerne sportlich aktiv werden bzw. Grundgehorsam lernen. Wohin wende ich mich?

Antwort: Wir begrüßen diese Beschäftigungsart sehr und freuen uns über jede Pflegestelle, die den Hund auch geistig und körperlich fördert! Je selbstsicherer, erzogener und artiger der Pflegehund, umso schneller lässt sich eine Endstelle finden! Wir bitten jedoch um Verständnis, dass wir hierfür keine finanzielle Unterstützung anbieten können, sofern es sich nicht um ein ernsthaftes Problem (siehe Frage darüber) handelt. Die Kosten müssten daher von der Pflegestelle selbst getragen werden.

 

Frage: Was mache ich, wenn ich als Pflegestelle versage und den Hund nicht mehr hergeben möchte?

Antwort: Sollte dieser Fall eintreten, würden wir für den betreffenden Hund einen Endstellenvertrag mit der Pflegestelle abschließen. In diesem Fall würde dann die übliche Schutzgebühr fällig werden. Natürlich würden wir uns darüber freuen, wenn die Bereitschaft zur Pflegestelle trotzdem bestehen bleibt.

Sollte die Haltung eines weiteren Hundes nicht möglich sein, wären wir sehr traurig, eine Pflegestelle verloren zu haben, umso mehr freuen wir uns für den ehemaligen Pflegehund, dass er ein liebevolles und endgültiges Zuhause gefunden hat.

 

 DOWNLOADS:

Mitgliedsantrag (PDF): Mitgliedsantrag

Selbstauskunft – Bewerber Adoption (PDF): Selbstauskunft Endstellen / Adoptanten

Selbstauskunft – Bewerber Pflegestelle (PDF): Selbstauskunft feste Pflegestellen

Informationen zu Pflegestellen (PDF): FAQ Pflegestellen