FAQ Pflegestelle

PFLEGESTELLE WERDEN

Bei unserer Suche nach Pflegestellen, stellen sich für Interessierte natürlich immer diverse Fragen über den Ablauf und die Kosten. Deshalb möchten wir an dieser Stelle grob einen Überblick geben und auch darlegen welche Möglichkeiten es gibt, wenn Sie einen Hund aus unserer Vermittlung in Pflege nehmen möchten.

Diese Info soll sowohl offene Fragen beantworten als auch eine kleine Anleitung / Unterstützung dafür sein, dass unsere Pflegestellen nicht alleine gelassen werden. Wir stehen unseren Pflegestellen immer mit Rat und Tat zur Seite.

Auf der anderen Seite stehen bei uns die Tiere natürlich im Vordergrund! Ohne ein paar Auflagen geht es einfach nicht! Und auch diese sollen hier so ausführlich wie möglich beschrieben werden.
Frage: Welche Bedingungen muss ich als Pflegestelle erfüllen?

Antwort: Grundsätzlich sind die Bedingungen ähnlich wie bei einer Endstelle. Es sollte im Vorfeld immer geklärt werden, ob überhaupt Hunde gehalten werden dürfen und ob es ggfls. Probleme wegen der Hundehaltung geben könnte. Am besten füllen Sie dann unsere Selbstauskunft (zu finden auf unserer Homepage oder auf Anfrage) aus, damit wir schon einen Überblick über die Wohn- und Lebenssituation bekommen.
Auch wenn man „nur“ Pflegestelle sein möchte und der Hund also wieder ausziehen soll, sollte man sich dessen bewusst sein, dass eine Vermittlung auch länger dauern kann. Unter Umständen bleibt der Hund über mehrere Monate oder vielleicht sogar Jahre. Man sollte daher auch als Pflegestelle langfristig planen.

Von unseren Pflegestellen wünschen wir uns, dass sie den Hund gut auf das neue Leben vorbereiten. Viele Hunde sind zunächst ängstlich, kennen es nicht an der Leine zu gehen oder in einer Wohnung zu leben. Auch erwachsenen Hunden muss daher erst Stubenreinheit beigebracht werden. Es wäre daher hilfreich, wenn schon Hundeerfahrung vorliegt. Es sollte auf keinen Fall sein, dass eine Pflegestelle nach ein paar Problemen aufgibt und wir kurzfristig eine neue Pflegestelle suchen müssen. Eine Ausnahme wäre Unverträglichkeit mit bereits vorhandenen Hunden (oder Katzen) – wir sind uns bewusst, dass hier immer ein Risiko besteht, auch wenn der eigene Hund und auch der Pflegehund grundsätzlich verträglich sind. Wir bitten jedoch auch hier, den Tieren zuerst etwas Zeit zu geben, um anzukommen. Auch Tiere müssen sich erst aneinander gewöhnen.

Eine Pflegestelle sollte möglichst mobil sein, da die Hunde beim Transport auch von den Stopps abgeholt werden müssen.

 

Frage: Brauche ich irgendwelche Genehmigungen?

Antwort: Wenn Sie über ANIMAL SOULS e.V. als Pflegestelle tätig sein wollen, melden wir Sie bei unserer Veterinärbehörde offiziell als Pflegestelle an und geben auch Ihrem zuständigen Veterinäramt Bescheid.
Wir haben die hierfür erforderliche Erlaubnis nach §11 TierSchG.
Sie benötigen insofern nur solche Genehmigungen wie sie auch bei der üblichen Hundehaltung notwendig wären. In NRW ist beispielsweise ein Sachkundenachweis für die Haltung von großen Hunden nötig – sogenannte 20/40-Regelung.
Über solche Vorschriften sollten Sie sich im Vorfeld selbst informieren und entsprechend kümmern.

 

Frage: Welche Kosten kommen auf mich als Pflegestelle zu?

Antwort: Wir übernehmen vereinsseitig Versicherung und Steuer, sowie Tierarztkosten (immer in Absprache!) oder wenn nötig auch die Kosten für einen Trainer.
Die üblichen Unterhaltskosten bzw. Dinge des täglichen Gebrauchs wie Futter, Leine, Geschirr, Spielzeug, Hundebett etc. müssen von der Pflegestelle übernommen werden.
Die Zahlung einer Schutzgebühr fällt NICHT an.

 

Frage: Welcher Hund kommt zu mir?

Antwort: Die Entscheidung, welcher Hund auf welche Pflegestelle geht, treffen wir immer gemeinsam mit der Pflegestelle. Es ist sehr wichtig, dass auch die Pflegestelle mit der Wahl einverstanden ist und der Hund auch zur Pflegestelle passt.
Grundsätzlich möchten wir jedoch vor allem diejenigen Hunde zu Pflegestellen geben, die schon längere Zeit auf ein neues Zuhause warten, keine oder kaum Anfragen hatten oder auch für ängstliche Hunde, mit denen speziell gearbeitet werden müsste, damit sie überhaupt wieder vermittelbar werden (ängstliche, unsichere Hunde etc.). Letztere sollten nur an sehr erfahrene Pflegestellen gehen.

 

Frage: Ich möchte eigentlich einen bestimmten Hund adoptieren, aber bin mir nicht sicher ob es klappt. Kann ich den Hund erst einmal zur Pflege haben?

Antwort: Wir arbeiten generell mit festen und auf Dauer angelegten Pflegestellen, da wir diese auch beim Veterinäramt anmelden müssen.
Pflegestelle mit Option als Endstelle ist dennoch möglich. Wir verstehen dies jedoch eher als Endstelle auf Probe und können daher nur einen Endstellen-Vertrag abschließen. Zusatzvereinbarung hinsichtlich Schutzgebühr und ggfls. Übernahme von Tierarztkosten müssten in einem gemeinsamen Gespräch geklärt werden.

 

Frage: Ich würde gerne einem bestimmten Hund helfen, kann jedoch keinen weiteren eigenen Hund haben. Ich würde gerne nur einmalig Pflegestelle für diesen Hund sein. Geht das?

Antwort: Hier verhält es sich ähnlich wie bei der Pflegestelle mit Option auf eine Endstelle. Eine einmalige Pflegschaft verstehen wir nicht als Pflegestelle im herkömmlichen Sinn.
Trotzdem möchten wir diesem einen Hund keine Chance verwehren.
Auch dies ist jedoch nur mit einem Übergabevertrag als Endstelle möglich. Zusatzvereinbarung hinsichtlich Schutzgebühr und ggfls. Übernahme von Tierarztkosten müssten in einem gemeinsamen Gespräch geklärt werden.

 

Frage: Welche Auflagen muss ich als Pflegestelle akzeptieren?

Antwort: Für uns ist es wichtig, dass der Hund sich in seiner Pflegestelle wohlfühlt. Allerdings ist die Sicherheit des Hundes genauso wichtig. Wir erwarten von unseren Pflegestellen, dass die Hunde am Transporter mit ausbruchsicherem Geschirr (im optimalsten Fall mit Sicherheitsgeschirr) und Leine (KEINE Flexileinen) abgeholt werden. Sollte eine Transportbox zur Abholung notwendig sein, geben wir frühzeitig Bescheid. Die Sicherung der Hunde, die eine lange Reise hinter sich haben und gestresst hier ankommen, sollte im Vordergrund stehen!

Nachdem der Zögling dann körperlich zuhause angekommen ist, sollte es selbstverständlich sein, dass dieser die ersten Wochen draußen NICHT von der Leine genommen wird. Gesicherter Auslauf bildet hier natürlich eine Ausnahme (großer ausbruchsicherer Garten, Hundeübungsplätze).Wir wissen nicht immer genau, was die Hunde erlebt haben. Sie können sich vor allem und jedem erschrecken und würden dann nur noch die Flucht ergreifen, weil sie es nicht anders kennen.

Es kann eine lange Zeit dauern, bis die Hunde auch mental zuhause ankommen. Geduld ist hier das Allerwichtigste. Die Pflegestelle sollte dem Hund alle Zeit der Welt lassen, aufzutauen und von selbst auf einen zuzukommen. Zwangsweise „Liebkosungen“, Erziehungsmaßnahmen, Körperpflege oder ähnliches sind hier eher kontraproduktiv.

Des Weiteren verpflichte ich mich als Pflegestelle, sofort um Hilfe zu bitten, wenn ich mich überfordert fühle! Wir wollen sofort ein bestehendes Problem angehen, bevor es sich vertieft bzw. die Pflegestelle aus Verzweiflung den Hund wieder abgeben möchte. Wir wollen, dass Sie sich als Pflegestelle wohl fühlen, sich über jeden Hund freuen, der durch Ihre Hilfe vermittelt werden kann und immer wieder gerne bereit sind, einem weiteren Wesen dazu zu verhelfen, sein eigenes endgültiges Zuhause zu finden!

 

Frage: Ich habe ein Problem mit dem Hund (gesundheitlich, erziehungstechnisches, Ernährungsfragen oder Sonstiges), welches ich alleine nicht in den Griff bekomme bzw. gerne mit einem kompetenten Ansprechpartner besprechen möchte. Was kann ich in dem Fall tun?

Antwort: Für den allgemeinen Austausch laden wir alle Pflegestellen zu unserem gemeinsamen Chat ein. Hier können Ideen ausgetauscht werden und gerne auch Probleme angesprochen werden.
Sollte es im Einzelfall zu einem Problem kommen, das nur unter 4 Augen besprochen werden sollte, kontaktieren Sie bitte sofort Ihren Ansprechpartner bei uns. Dieser wird sich umgehend darum kümmern, dass Ihnen geholfen wird. Ihre Kontaktdaten werden dann an die entsprechende Stelle weitergegeben und Sie müssen nichts weiter tun als auf eine Rückmeldung zu warten.

Wir arbeiten mit verschiedensten Stellen zusammen, die auch bereit sind, allgemeine und grundsätzliche Fragen per Telefon zu klären, was grundsätzlich häufig nicht gemacht wird. Allerdings zum Wohl der Tierschutztiere haben wir Personen gefunden, die uns auch in den Fällen zur Seite stehen, wenn die Pflegestelle zu weit weg wohnt. Gegen kleines Entgelt wird hier Hilfe angeboten. Die Kosten hierfür tragen wir (allerdings auch nur in Absprache!).

Sollte es sich um ein Problem handeln, welches nur an Ort und Stelle und persönlich geklärt werden kann, kümmern wir uns darum, für Sie einen geeigneten Ansprechpartner vor Ort zu finden.

 

Frage: Ich habe einen Pflegehund und möchte mit diesem gerne sportlich aktiv werden bzw. Grundgehorsam lernen. Wohin wende ich mich?

Antwort: Wir begrüßen diese Beschäftigungsart sehr und freuen uns über jede Pflegestelle, die den Hund auch geistig und körperlich fördert! Je selbstsicherer, erzogener und artiger der Pflegehund, umso schneller lässt sich eine Endstelle finden! Wir bitten jedoch um Verständnis, dass wir hierfür keine finanzielle Unterstützung anbieten können, sofern es sich nicht um ein ernsthaftes Problem (siehe Frage darüber) handelt. Die Kosten müssten daher von der Pflegestelle selbst getragen werden.

 

Frage: Was mache ich, wenn ich als Pflegestelle versage und den Hund nicht mehr hergeben möchte?

Antwort: Sollte dieser Fall eintreten, würden wir für den betreffenden Hund einen Endstellenvertrag mit der Pflegestelle abschließen. In diesem Fall würde dann die übliche Schutzgebühr fällig werden. Natürlich würden wir uns darüber freuen, wenn die Bereitschaft zur Pflegestelle trotzdem bestehen bleibt.

Sollte die Haltung eines weiteren Hundes nicht möglich sein, wären wir sehr traurig, eine Pflegestelle verloren zu haben, umso mehr freuen wir uns für den ehemaligen Pflegehund, dass er ein liebevolles und endgültiges Zuhause gefunden hat.